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Vereinsgeschichte
Die
damals noch selbständigen Gemeinde Aufheim bei Senden
zählte
im Jahr 1974 schon 1200 Einwohner; einen
Sportverein aber gab es noch nicht. Da wurde auf dem Bolzplatz gekickt und
wer an anderen Sportarten interessiert war, musste seinen Verein in der
Nachbarschaft suchen.
Dem setzten einige Freunde des organisierten Sports ein Ende. Sie
beschlossen einen Verein zu gründen, um den Anwohnern von Aufheim einen
Anreiz für eine sportliche Betätigung zu bieten.
Der Idee folgten schnell Taten. Die Gründungsversammlung fand am 18. Mai
1974 im Saal der Gaststätte
ADLER
in Aufheim statt und die anwesenden Mitglieder wählten den ersten Vorstand
und
Vereinsausschuss:
| 1.
Vorsitzender: |
Walter
Burkhart |
| 2.
Vorsitzender: |
Fritz
Bauer |
| 1.
Kassier: |
Günter
Horntrich |
| 2.
Kassier: |
Rolf
Walter |
| 1.
Schriftführer: |
August
Marahrens |
| 2.
Schriftführer: |
Marion
Eggle |
| Technischer
Leiter: |
Franz
Eggle |
| 1.
Beisitzer: |
Gotthart
Noll |
| 2.
Beisitzer: |
Werner
Mai |
| 3.
Beisitzer: |
Dr.
Stefan Maslowski |
| 4.
Beisitzer: |
Alfons
Hiller |
Pate
bei der Vereinsgründung war der damalige
Bürgermeister Jehle, der die Gründungsaktivitäten auch engagiert
unterstützte. Gegen Ende der Gründungs- versammlung wurde die stolze
Anzahl von 101 Vereinsmitglieder gezählt. Mit der Gründung des Vereins -
der mit Stimmenmehrheit aus mehreren Vorschlägen künftig als Sportverein Aufheim das sportliche Angebot für die Bewohner von
Aufheim sicherstellen sollte – wurden auch mit der Fußballabteilung unter
der Leitung von Volkart Glaser und die Tischtennisabteilung
mit Konrad Steidle aus der Taufe gehoben. Auf dem vorhandenen Bolzplatz –
gepachtet von Herrn Franz Rüttler - nahmen die Kicker den Trainingsbetrieb auf. Die Fußballer machten sich
auch gleich daran, den Platz einzuzäunen und eine Flutlichtanlage zu
installieren.
Nicht so einfach lief es bei der Tischtennisabteilung. In Ermangelung einer
Sporthalle in Aufheim vereinbarten diese mit dem Adlerwirt, das Training im
Adlersaal durchzuführen.
Es sollte nicht lange dauern, bis weitere Abteilungen gegründet wurden. Im
Oktober 1974, also im selben Jahr gesellte sich unter der Leitung von Gretel
Schmidt die Abteilung Gymnastik
für Damen und unter der Führung von Hans Müller und dem Wandergleiter
Karl Winter die Abteilung
Ski und Wandern dazu. Zum Jahresende des Gründungsjahres bestand der
junge SV Aufheim schon aus vier Abteilungen mit einem sehr breit
gefächerten Angebot.
Die Gymnastikdamen hielten ihre Übungsstunden in einem Schulsaal der
Aufheimer Schule ab. Ballspiele waren hier jedoch wegen der geringen
Raumhöhe nicht möglich. So blieb es zunächst bei der einfachen
Bewegungsgymnastik.
Die Skifahrer setzten mit dem "Aufheimer Skitag" eine Tradition aus der Zeit
(der erste Aufheimer Skitag war im
Jahr 1968 aus der Wette einer Stammtischrunde entstanden) fort, als man noch
ohne Vereinsbindung dem Skisport frönte; und sie hatten große Erfolge
damit und zählen sich – nicht ganz zu Unrecht - zu der eigentlich ersten
Abteilung des SVA.
Im Januar 1975 verzeichnete der SVA den Zuwachs einer weiteren Abteilung.
Unter Schützenmeister Dietmar Pietzsch begaben sich die Schützen
unter die Fittiche des Sportvereins. Wieder - wie bei der
Tischtennisabteilung - gab es nur eine Möglichkeit für die Schützen, ihre
Übungsabende abzuhalten... den Adlersaal, denn in ganz Aufheim gab es keine
geeignete Räumlichkeit, in die ein Luftgewehrschießstand eingebaut werden
konnte
Nach dem Motto "Raum ist auch in der kleinsten Hütte" teilten sich die Schützen und die Tischtennisspieler nun den
Adlersaal. Hierin bot sich naturgemäß auch die Möglichkeit, über den
Tellerrand zu schauen und das Verständnis für die Anderen zu wecken. Dass
hierbei die Geselligkeit nicht zu kurz kam ist selbstredend.
Diese Situation sollte sich im Jahr 1977 schlagartig zum Positiven ändern.
Es stand die neue Mehrzweckhalle der noch immer selbständigen Gemeinde
Aufheim zur Verfügung. Die Tischtennisspieler fühlten sich in der neuen
Halle wie im Paradies, die Damen der Gymnastikabteilung durften jetzt ihr
sportliches Repertoire auch um Ballspiele erweitern und die Schützen
durften sich im Untergeschoss in einem komfortablen Schützenheim mit zehn
Schießständen und einem Vorbereitungsraum einrichten. Besonders stolz
waren sie darauf, dass diese Einrichtung durch sie in Eigenleistung
eingebaut wurde. Ab sofort waren feste Übungsabende für alle Sparten
möglich, die in der Halle trainieren mussten. Beste Voraussetzungen also,
geschaffen durch die Gemeinde Aufheim.
Die Abteilung Breitensport der Männer unter der
Leitung von Karl Schmidt wurde im Januar 1978 gegründet und der Sport in
Aufheim erlebte einen erheblichen Aufschwung, dem der SVA mit jetzt sechs
Abteilungen absolut gerecht werden konnte.
Im Jahr 1979 zählte der Sportverein ca.
500 Mitglieder und Aufheim war als Gemeinde auf ca. 1600 Einwohner
angewachsen. Dem musste man mit einem entsprechenden Angebot an Sport auf
schönen Sportanlagen gerecht werden. Mit einem neuen Fußballfeld, drei
Tennisplätzen schaffte es der SVA, nach zwei Jahren Bauzeit in
Eigenleistung ab 1984 auch im Bereich der Sparten Fußball und Tennis über
hervorragende Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung zu verfügen. Die Tennisabteilung
wurde im September 1979 gegründet. Erster Abteilungsleiter war Wolfram
Schleburg. Die Tennisspieler nahmen mit Beginn der Saison 1984 – im
Jubiläumsjahr zum 10-jährigen Jubiläum - den Spielbetrieb auf.
Dazwischen, im Januar 1980, lösten sich die Wanderer aus der gemeinsamen
Abteilung mit den Skifahrern heraus und gründeten
unter der Leitung von Abteilungsleiter Karl Schmidt die eigenständige
Abteilung Wandern. Mit ausgewogenen
Wanderprogrammen bietet die Abteilung seitdem Wandern für "Jedermann"
an.
Der Verein befand sich weiter im Aufwind, die einzelnen Abteilungen erlebten
einen ungeahnten Mitgliederzuwachs und die Aktivitäten gingen nun in eine
andere Richtung, nachdem das Korsett, bestehend aus acht Abteilungen
bestand. Das Sportgelände mit einer Tennisanlage, Spiel- und
Trainingsfeldern für Fußball war zwar bestechend schön und ausreichend,
die Gymnastikdamen, die Schützen und das Tischtennis waren in der
Mehrzweckhalle bestens versorgt, aber ein
Schönheitsfehler war nicht wegzudiskutieren, es fehlte der Mittelpunkt
des Vereinslebens, das Vereinsheim.
Unter der Regie des 1. Vorsitzenden Dr. Hans Schwarzmann gedieh aus dem
Pflänzchen der Idee, schnell ein Plan und genauso schnell die
Durchführung. Aus einer großartigen Leistung vieler Vereinsmitglieder
entstand nach einer Bauzeit von nur
zwei Jahren das Vereinsheim mit der Gaststätte "ZUM WALDBLICK", auf das der Sportverein heute noch stolz sein
kann. Mit der Inbetriebnahme zum 01.12.1989 durch
ein Pächterehepaar baute der Verein darauf, dass die Bewirtschaftung
durch einen Pächter auf Dauer erfolgreicher ist, als eine
Eigenbewirtschaftung; die Vereinsführung hat damit bis heute recht behalten.
Ein
wichtiges Jahr war 1999, im dem der SAV am Freitag ,25. Juni, sein 25. Vereins-
jubiläum in einem Festakt in der
Bürgermeister-Jehle-Halle unter der Schirmherrschaft
unseres Landrates Herrn Erich Josef Geßner feierte.
Im musisch-konzertanten Darbietungen durch die Chorgemeinschaft
Frohsinn Aufheim und die Musikkapelle der Aufheimer
Dorfmusikanten unterbrochen durch Einlagen der Gymnastikkinder und eine fetzige
Stepp-Aerobic-Show der Aerobic-Damen wurde ein kontrastreiches und
unterhaltsames Programm geboten. Festredner und Ehrungen erhielten den gebührlichen
und nötigen Zeitrahmen und wurden gut in das Unter- haltungsprogramm "verpackt".
Wir freuten uns sehr, auch eine aus Delegation aus der Partnerstadt Uffholtz im Elsass,
angeführt vom Bürgermeister Patrick Haas unter unseren Gästen begrüßen
zu können.
Zeitgleich mit dem Jubiläum feierten die
Sportschützen am Sonntag die Fahnenweihe ihrer schönen neuen Schützenfahne. Den
Rahmen dazu bildete ein Festgottesdienst mit Weihe der Fahne, ein
anschließender Festumzug
durch Aufheim und der Festakt mit Ansprachen und Ehrungen.
Nach der Jubiläumsfeier wurde es nach außen hin ruhig. Intern aber war die
Vereinsführung damit beschäftigt, den begonnenen Neubau des Lagergebäudes
voranzutreiben. In ca. 120 Arbeitstagen wurden von 42 Personen ca. 4000
Arbeitsstunden geleistet. Spitzenreiter hierbei war Bruno Walter mit
inzwischen 750 Stunden. Dabei soll die Leistung der restlichen Mitarbeiter nicht geschmälert werden. Allen Beteiligten gebührt ein dickes
Dankeschön, denn die Einbringung dieses Arbeitseinsatzes war und ist für
den Verein bares Geld wert.
Nach
den ersten Ehrungen im Jubiläumsjahr wurden im Mai 2001, im Rahmen einer Feier zur Ehrung von Jubiläumsmitgliedern und
verdienten Mitgliedern, auch drei besonders verdiente Mitglieder erstmalig als
Ehrenmitglieder ernannt.
Die drei Ehrenmitglieder sind Johannes Mangold , Dietmar Pietzsch und Karl Schmidt. Leider
verstarb Dietmar Pietzsch viel zu früh am 07.08.2001. Er war
langjähriger Schützenmeister und Chronist der Schützenabteilung. Diese Zeilen
in der Chronik sollen sein immenses Wirken bei den Sportschützen und im
Verein noch einmal würdigen.
Vorstand und Mitglieder das Vereins werden ihm ein ehrendes Gedenken
bewahren .
Außer den üblichen
Veranstaltungen z.T. gemeinsam mit den Aufheimer Vereinen, wie Maibaumsetzen, hatte der SVA das jährliche Dorffest fest im Programm.
Leider sprengte der Umfang diese Festes – besonders die Küche – über
zwei Wochenendtage gehend den personellen Rahmen der freiwilligen Helfer und musste nach einer Pause im Jahr 2000 und
der letzten Veranstaltung 2001 (vorerst) aus
dem außersportlichen Programm gestrichen werden.
Die vorläufig letzte Maßnahme,
die weniger Personaleinsatz forderte
dafür aber an den Geldbeutel ging, war
die längst fällige Sanierung der Rasenplätze. Diese waren wegen
mangelhafter, bzw., nicht vorhandener Dränage derart verdichtet, dass sie
bei der nassen Witterung zu Seenplatten und somit nicht bespielbar wurden.
Mit der Rasensanierung wurde gleichzeitig auch die Flutlichtanlage den
Erfordernissen angepasst.
Der Verein ruht sich nicht auf seinen
Lorbeeren aus, das beweist der Neubau einer Lagerhalle für Sportgeräte,
der im Herbst 1998 begonnen wurde und dem "Schmuckkästchen" Sportgelände einen neuen positiveren
Anstrich gab. Etwas Wehmut kam bei diesem Unternehmen aber dennoch auf. Die
Baracke, auch "Bruno-Walter-Heim" genannt, hatte jahrelang gute
Dienste geleistet – nun aber keine Existenzberechtigung mehr und
ist deshalb der Spitzhacke zum Opfer gefallen.
Das
haben die letzten Maßnahmen bewiesen. Inzwischen ist nach dem Abriss
des alten "Bruno-Walter-Heims" die
Vereinsführung zum Schluss gekommen, dass der außerordentliche
Arbeitseinsatz von Bruno Walter am besten damit gewürdigt werden kann,
indem der Neubau das neue "Bruno-Walter-Heim" sein soll. Mit einer
schönen, vom Ehrenmitglied Karl Schmidt handgeschnitzten Tafel, ist diese
nun auch sichtbar dokumentiert.
Der SV Aufheim ist inzwischen auf über 800 Mitglieder angewachsen
und deckt mit seinem breit gefächerten Angebot fast alle sportlichen
Wünsche der ca. 2000 Einwohner der zum Teilort von Senden
gewordenen Gemeinde Aufheim.
Das Motto des Vereins "Breitensport
geht vor Spitzensport" hat heute – wie zur Zeit der Gründung –
noch Bestand. Deshalb ist der SVA an
jedem neuen Mitglied interessiert und hofft mit vielen interessierten
Neubürgern bald die Eintausendermarke überschreiten zu können. Wer sich dem SVA anschließt, braucht dies
nicht zu bereuen, denn die guten schwäbischen Tugenden Fleiß,
Zuverlässigkeit und Qualität zeichnen auch den SV Aufheim aus. Dafür
garantiert der schon seit vielen Jahren an der Spitze stehende 1.
Vorsitzende Dr. Schwarzmann mit seinem Mitarbeiterstab und den vielen
kompetenten und fleißigen Helfern in seinen acht Abteilungen.
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